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Garantien für deine Reise

Sprachreisen von der Steuer absetzen?

30 Wochenstunden Unterricht müssen nachgewiesen werden

Am Strand relaxen und den small talk mit dem einheimischen Barmädchen als "berufliche Weiterbildung" von der Steuer absetzen? Schön wär's. Doch der deutsche Fiskus spielt bei solchen Vergnügungen leider nicht mit. Trotzdem braucht ihr die Kosten einer Sprachreise nicht vollständig allein zu tragen. Es gibt ein paar Möglichkeiten, den Staat zumindest teilweise daran zu beteiligen.

Wichtig ist der Inhalt einer solchen Sprachreise. Überwiegen die Freizeitaktivitäten, habt ihr schlechte Karten. Ihr müsst mindestens an fünf Tagen jeweils fünf Stunden (sechs Unterrichtsstunden) die Schulbank drücken, um glaubhaft euer ernsthaftes Bildungsbedürfnis nachweisen. Darüber solltet Ihr euch vom Veranstalter eine Bescheinigung für das Finanzamt ausstellen lassen.

Es kommt oftmals auf den Sachbearbeiter beim Finanzamt an, ob er Sprachreisen positiv gegenübersteht. Es bestehen zwar ein paar gesetzliche Vorgaben für die Absetzbarkeit - doch diese Gummiparagraphen können verschieden ausgelegt werden. Zunächst besteht die Möglichkeit, eure Sprachreise als Sonderausgaben geltend zu machen: natürlich nur die Kursgebühren, Schulbücher und Sachkosten. Unterkunft, Verpflegung und Anreisekosten müsst ihr selber tragen - eventuell wird noch ein kleiner Prozentsatz davon anerkannt. Voraussetzung für die steuerliche Absetzung als Sonderausgaben: es muss sich um Weiterbildung in eurem Beruf handeln.

Eigentlich klar, dass man heutzutage in jedem Beruf seine Fremdsprachenkenntnisse auf dem Laufenden halten muss - aber eine Bescheinung vom Chef macht das Finanzamt in der Regel gefügiger. Für Sonderausgaben gelten bestimmte Höchstbeträge.

Unbegrenzt können aber Sprachkurse als Werbungskosten abgesetzt werden. Hierbei muss es sich jedoch um eine berufliche Fortbildung in einem nicht ausgeübten Beruf handeln. Habt ihr zum Beispiel den Bürojob satt und möchtet Stewardess werden, könnt ihr eurer Steuererklärung den Fragebogen der Fluggesellschaft beifügen. Damit der Sachbearbeiter sieht, dass ihr nach beruflicher Karriere strebt, bei der ohne aufgefrischter Fremdsprachenkenntnisse keine Chancen bestehen! Ob ihr dann euren Beruf tatsächlich wechselt, spielt in steuerlicher Hinsicht keine Rolle.

Am besten ist es natürlich, wenn ihr euch den Sprachkurs als Fortbildungsmaßnahme von eurem Chef bezahlen lasst. Fragen kostet ja nichts, und er sieht, dass ihr bildungsbeflissen seid. In Zeiten leerer Kassen stehen die Chancen auf Bezuschussung zwar nicht besonders gut - aber ob Finanzamtserstattung oder betrieblicher Zuschussspritze: eine Sprachreise bringt euch auch immer persönlich weiter. Eingeschlossen natürlich die Schüler, Hausfrauen, Arbeitslosen oder Rentner, die gar keine Möglichkeiten zur steuerlichen Absatzung haben, weil sie überhaupt keine Einkommensteuererklärung abzugeben haben! (isk)

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