Papagayo Camale�n  
Pivian exchange Galapagos Spanisch Sprachreise, Spanischkurs und Spanischschule
    Spanischkurse     Portugiesischkurse     Quechuakurse     Praktika     Freiwilligenarbeit     Reiseservice     Community     Über Uns Montag, der 21. August 2017  
Ratgebertexte
Seite merken
Garantien für deine Reise

Selbsteinschätzung ist nicht immer objektiv:

"Ich parliere doch schon recht gut - oder etwa nicht?"

Die meisten kennen die Bewerbungsbogen, auf denen nach der Selbsteinschätzung der Sprachkenntnisse gefragt wird. Schulkenntnisse? Oder gute Kenntnisse? Sind Schulkenntnisse gute Kenntnisse? Oder eher nicht? Reichen ein Volkshochschulkursus und ein Urlaub in Frankreich schon aus, um seinen Wissensstand im Französischen als befriedigend zu bezeichnen? Diese Selbstbewertungen sind problematisch: je nach Typ neigen die Bewerber dazu, sich über Wert zu verkaufen - oder ihr Licht unter den Scheffel zu stellen.

Bevor man in einer Feriensprachschule zum Eignungstest gebeten wird, muss man sich bei Anmeldung von zu Hause aus schon für einen Kursus entscheiden. Man kann ihn zwar am Kursort in der Regel umwählen, wenn man merkt, dass man unter- oder überfordert ist. Aber besser ist es, sich schon zu Hause über sein Sprachniveau im klaren zu sein.

Ihr wollt zum Beispiel im Ausland in einem Intensivkursus eure Schulkenntnisse aufpeppen. Wie gut sind denn eure Kenntnisse noch? Könnt ihr englische Zeitungen lesen oder nur die Lektionen Eures Lehrbuches verstehen? Wie lange ist es her, seit ihr zuletzt Englisch gesprochen habt? Meint ihr, da schnell wieder reinzukommen, weil ihr eine schnelle Auffassungsgabe habt? Solltet ihr lieber einen Fortgeschrittenenkursus für Teilnehmer mit guten Vorkenntnissen als einen solchen mit sehr guten Kenntnissen belegen?

Französisch habt ihr seit der Schulzeit überhaupt nicht mehr gebraucht, obwohl ihr es sieben Jahre belegen musstet. Da sind eure Kenntnisse unter Umständen geringer als bei solchen Teilnehmern, die Französisch nur vier Jahre auf der Realschule erlernten, aber seit Jahren regelmäßig Freunde in Frankreich besuchen und dort natürlich immer parlieren müssen.

Wer noch nie in dem Land war, dessen Sprache er erlernen möchte, hat es mit der Selbsteinschätzung am einfachsten. Komplizierter wird es bei denjenigen, die die Sprache zwar nie erlernten, aber durch Ableitung aus anderen Sprachen recht viel verstehen und lesen können - zum Beispiel Französischsprachige mit dem Italienischen. Sie haben zwar einen geringen Aktivwortschatz - werden sich jedoch in reinen Anfängerkursen langweilen. "Anfänger mit geringen Vorkenntnissen" wäre da wohl die richtigere Wahl.

Vieles lässt sich auch im Gespräch mit dem Kursleiter vor Ort klären, denn der Kurs soll jedem etwas bringen. Wenn es zu einfach ist, wird man nicht gefordert. Es bringt nicht viel Neues! Ist man im Fortgeschrittenenkursus jedoch überfordert, weil man eigentlich nur "Ristorante, Spaghetti und Amore" als Vorkenntnisse aufweist, ist das Kursgeld auch zum Fenster hinaus geworfen. Also nach Selbsteinschätzung erstmal anmelden - und dann vor Ort eventuell den Kurs wechseln. Je höher das Kursniveau, desto weniger Teilnehmer melden sich dafür an. Und wenn man Pech hat, kommt der höherrangige Kurs gar nicht zustande. Für diesen Fall sollte man das Kleingedruckte im Vertrag aufmerksam durchlesen. (isk)

Südamerika Newsletter
Kundenmeinungen