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Wie es euch gefällt:

Komforthotel oder Zimmer mit Familienanschluss

Wie man sich bettet, so schläft man! Und wer gut schläft, ist auch (meistens) gut gelaunt. Wer gut gelaunt ist, ist beliebter und - leistet auch mehr. Kaum möglich also, sich nach einer lebhaften Nacht im Zehnbetten-Schlafsaal einer Jugendherberge am nächsten Morgen konzentriert auf sein Sprachstudium zu stürzen. Da macht man lieber Nägel mit Köpfen und mietet sich gleich anderswo ein.

Ob man jedoch eine Unterkunft in einem Hotel oder in einem Privatquartier bucht, ist nicht allein eine Frage des Geldbeutels. Es hängt auch von den jeweiligen Gewohnheiten ab. Möchte man nach Sprachschulschluss lieber für sich sein, im Liegestuhl auf der Terrasse seines Hotels relaxt allein Vokabeln lernen? Wo kann man das Gelernte dann praktisch anwenden? Nun, vielleicht langweilen sich der Hotelrezeptionist oder das Zimmermädchen ja gerade und beide sind froh über die Abwechslung, durch den ausländischen Hotelgast vollgequatscht zu werden. Außerdem kann man auch noch shopping gehen und so learning-by-doing exerzieren.

Wer es geselliger möchte, sollte dagegen eine Privatunterkunft mieten. Hier gibt es in der Regel auch zwei Kategorien: als paying-guest allein oder zu zweit in einer Familie. Zu zweit wohnen hat (außer dem finanziellen) den Vorteil, dass man sich nicht verlassen vorkommt und wenn nötig, mit jemandem noch in seiner Muttersprache kommunizieren kann. Aber wer sich der Herausforderung stellt, ins kalte Wasser geworfen zu werden, sollte als Einzelgast ein Zimmer mit Familienanschluss mieten.

Denn nur so kann man die Lebensgewohnheiten der Menschen des Gastlandes ausgiebig studieren. Man lernt die Sprache zu unterscheiden zwischen der, in der sich die Menschen untereinander unterhalten und der korrekten Ausdrucksweise des Lehrbuchs. Familien, die oft an Sprachschüler vermieten, werden sich Mühe geben, mit ihnen ohne Dialekt und Akzent zu sprechen. Missverständnisse sind da nicht ausgeschlossen - umso besser, wenn es dann unter Gelächter doch zur richtigen Verständigung kommt.

Die Privatquartiere, obwohl sorgfältig vom Veranstalter ausgesucht, sind jedoch nicht alle gleich. Manche Familien vermieten nur deshalb, um ihren Lebensunterhalt aufzubessern. Sie bereiten ihnen die Mahlzeiten zu, aber kümmern sich nicht um die Freizeitgestaltung ihrer Gäste. Andere dagegen sind sehr an Völkerverständigung interessiert und bieten ihren Mietern sogar einen gemeinsamen Sonntagsausflug an. Die Sprachschüler lernen dabei die gesamte Großfamilie kennen und schnappen eine Extraportion neuer Vokalen auf.

Es gibt auch die Möglichkeit in einem Hostal unterzukommen, einer Art Jugendherberge, in dem sich mehrere ein Zimmer teilen. Diese sind wegen der günstigen Preise vor allem bei jungen Rucksacktouristen beliebt und man trifft hier schnell Reisende und schließt Freundschaften, auch wenn sie nicht die beste Gelegenheit bieten, um seine erworbenen Sprachkenntnisse zu trainieren. Bei den WG's (Wohngemeinschaften) wohnt man zur Untermiete und hat sein eigenes Zimmer. Gemeinschaftsräume wie Bad und Küche werden gemeinsam genutzt. Soweit es sich nicht um eine reine Ausländer-WG handelt, kann man gut Kontakte mit Einheimischen knüpfen, die vor Ort studieren oder schon berufstätig sind. Studentenresidenzen oder -wohnheime sind meistens an die Sprachschule angegliedert und werden nur an die Sprachschüler vermietet. Es handelt sich also um eine reine Ausländer-WG, wenn auch meistens im größeren Stil, und hier finden oft Partys statt.

Wenn man länger bleibt, kann man ein eigenes Apartment mieten. Das lohnt sich meistens nur, falls man zu mehreren anreist und sich die Wohnung teilt. Es muss eine Kaution hinterlegt werden, das Apartment für mehrere Monate gemietet werden und oftmals noch eingerichtet werden. Bei den hochpreisigen Apart-Hotels, die sich an die etwas reifere Klientel oder Geschäftskunden richten, kann man schon für einige Tage oder Wochen eine komplett möbilierte Wohnung inkl. Wach-, Hausmeister- und Putzdienst mieten. Man verfügt sozusagen über sein eigenes Feriendomizil und ist wesentlich unabhängiger als in einem Hotel.

Wichtig: obwohl zahlender Gast sollte man ein kleines Mitbringsel aus Deutschland dabei haben. Kleine Geschenke öffnen rasch die Herzen - auch solche eines Hotelportiers oder Zimmermädchens. Ob sich der Sprachenlernende dann in einer Familie oder in einem Komforthotel aufhält, ist letztlich eine Geschmacksfrage - keine Frage des Alters. Und: in einer anderen Umgebung ist schon oft aus einem Misanthrop ein umgänglicher Mensch geworden... (isk)

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