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Prozess gegen Priester wegen Menschenrechtsverletzungen beginnt

Argentinien | 05.07.2007

(Buenos Aires, 5. Juli 2007, alc-plsar).- Am 5. Juli begann vor einem Gericht in La Plata das Verfahren gegen den Priester Christian von Wernich. Er wird beschuldigt, whrend der letzten Militrdiktatur an Menschenrechtsverletzungen beteiligt gewesen zu sein. Der Ex-Kaplan, Beichtvater des ehemaligen Polizeichefs von Buenos Aires Ramn Camps, steht wegen siebenfachen Mordes, 31 Fllen von Folterung sowie 42 Fllen unerlaubten Freiheitsentzugs und Folterungen zwischen 1976 und 1983 vor Gericht.

Der Bundesgerichtshof Nr. 1 von La Plata erffnete unter strengen Sicherheitsvorkehrungen den Prozess, bei dem mehr als 120 Zeugen erwartet werden. Siebzig von ihnen sind berlebende der geheimen Folterzentren sowie Angehrige der Opfer. Derselbe Gerichtshof hatte im vergangenen Jahr den Ex-Chef der Untersuchungskommission der Polizei von Buenos Aires, Miguel Etchecolatz, wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt.

Er redete mit verhlltem Gesicht mit den Entfhrten und stellte sich als Priester von Wernich vor. Mit diesen Worten erinnerte sich Carlos Zaidman, einer der berlebenden der illegalen Repression, an den Ex-Kaplan der Polizei von Buenos Aires und sein Zusammentreffen mit ihm im Gefngnis. Er versuchte Informationen von uns zu bekommen, um sie an Camps weiter zu geben. Er sagte, dass es uns besser gehen werde, wenn wir nur redeten, besttigte der Zeuge, als er heute morgen mit der Presse am Eingang des Gerichtshofs sprach.

Der Fall von Wernich bringt ein Thema auf den Tisch, das immer noch im Halbdunkeln in der argentinischen Gesellschaft schlummert: die Zusammenarbeit ziviler und kirchlicher Sektoren mit den bewaffneten Streitkrften, die damals an der Macht waren. Es liegt auf der Hand, dass diejenigen, die in den verschiedenen Bereichen Macht zur Schau stellten, am systematischen Projekt der Zerstrung und des Tod entweder aktiv teilgenommen haben oder fr sich arbeiten lieen.

Die Menschenrechtsorganisation Justicia Ya (Gerechtigkeit jetzt) machte vergangene Woche den Staat fr die Sicherheit der Zeugen in diesem Fall verantwortlich. Zu Beginn dieses Prozesses sind bereits neun Monate vergangen, seit Julio Lpez verschwand. Julio Lpez war ein wichtiger Zeuge im Prozess gegen Etchecolatz.

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